Marktkehricht

Anbei erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen. Der Bericht wird neu jährlich nach Abschluss des Geschäftsjahres verfasst. Es gilt zu berücksichtigen, dass die Trends eine Momentaufnahme aufzeigen und je nach Situation nicht abschliessend zu beziffern sind. So sind zum Beispiel auch die allfällige Auswirkungen bezüglich der COVID-19-Pandemie noch völlig offen.

 

 

Das Wichtigste in Kürze

Im Geschäftsjahr 2018/19 hat die KVA Linth rund 110‘000 Tonnen Abfall verwertet. Davon stammen 73‘000 Tonnen aus dem Verbandsgebiet (40‘000 Tonnen Siedlungsabfälle und 33‘000 Tonnen Industrie- und Sonderabfälle, sogenannter Marktkehricht). Gemäss der eidgenössischen Abfallverordnung untersteht etwa die Hälfte des Verbandskehrichts dem Monopol. Vom Monopol ausgenommen sind alle Abfälle aus Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten sowie betriebsspezifische Abfälle.

 

Neben dem Abfall aus dem Verbandsgebiet behandelt die KVA Linth rund 37‘000 Tonnen auswärtigen Marktkehricht. Damit wird ein Teil des Abfalls, welcher marktbedingt aus dem Verbandsgebiet abwandert, wieder kompensiert. Grössere Mengen des auswärtigen Abfalls stammen aus der Innerschweiz. Auf dem Rückweg wird die in der KVA anfallende Schlacke zur Deponie in Attinghausen UR gebracht. Leerfahrten werden so vermieden, was ökologisch Sinn macht.

 

Ein Teil des auswärtigen Abfalls besteht aus Importen, hauptsächlich aus Vorarlberg, kleinere Mengen aus Italien und Deutschland. Abfälle aus Vorarlberg werden in Absprache mit Bund und Kantonen in den Ostschweizer KVA verwertet, da es in Vorarlberg keine KVA gibt. Die KVA Linth kann so ihre Anlage optimal auslasten. Weil das Abfallaufkommen im Verbandsgebiet trotz Recyclingbemühungen stetig steigt, werden Importe voraussichtlich mittelfristig nicht mehr nötig sein.

 

Würde der auswärtige Marktkehricht wegfallen, müsste die KVA Linth die Verbrennungspreise für den Kehricht aus dem Verbandsgebiet um rund 30 % erhöhen. Die Kapazitätsplanung obliegt übrigens nicht dem Zweckverband, sondern den Kantonen. Sie koordinieren die Kapazitäten der Anlagen und stellen die Entsorgungssicherheit auch für die Zukunft in Absprache mit den Betreibern und unter Berücksichtigung sinnvoller ökonomischer und ökologischer Aspekte sicher.